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Ein Jahr des Aufräumens ebnet den Weg für eine stärkere DLG-Gruppe
DLG-Konzern / Presse / Nachrichten
25. Februar 2026

Ein Jahr des Aufräumens ebnet den Weg für eine stärkere DLG-Gruppe

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern und ein robusteres Unternehmen für ihre Eigentümer aus der Landwirtschaft aufzubauen, hat die DLG-Gruppe im Jahr 2025 umfangreiche und notwendige Maßnahmen umgesetzt. Dies spiegelt sich in den Jahresergebnissen wider. Es bedeutet gleichzeitig, dass die DLGGruppe mit einem stärkeren Fundament in das Jahr 2026 startet.

2025 war für einige Geschäftsbereiche der Gruppe ein herausforderndes Jahr. Die Agrarwirtschaft in Dänemark verzeichnete eine große Ernte, doch in Verbindung mit sehr niedrigen Getreidepreisen gingen die Margen deutlich zurück. Die Agrarwirtschaft in Schweden erzielte deutlich bessere Ergebnisse, während das Geschäft in Deutschland trotz schwieriger Marktbedingungen mit einem zufriedenstellenden Ergebnis aus dem Jahr 2025 hervorging. Insgesamt erwirtschaftete die SparteAgrar ein EBITDA von 279Mio Euro.

Danæg und DanHatch, die ebenfalls zu dieser Sparte gehören, beendeten das Jahr 2025 dank solider Betriebsabläufe und positiver Marktbedingungen mit starken Ergebnissen. Die Sparte Tierernährung erzielte aufgrund starken Wachstums deutlich verbesserte Erträge und erreichte ein EBITDA von 28,1 Mio. Euro.

Die Aktivitäten der DLGGruppe in Deutschland tragen trotz der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung im Land weiterhin erheblich zum Konzernergebnis bei. Die Sparte Energie gewann in mehreren Segmenten Marktanteile und erzielte ein EBITDA von 74 Mio. Euro, während die SparteBau eine Reihe von Anpassungen vornahm, um ihre Position im Markt zu stärken, und mit einem EBITDA von knapp 50 Mio. Euro abschloss.

Der Konzernumsatz stieg auf 8,27 Mrd. Euro gegenüber 8,12 Mrd. Euro im Jahr 2024, während das EBITDA mit 279 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 308 Mio. Euro lag. Die DLGGruppe erzielte eine zugrunde liegende EBITDA-Marge von 3,6 %. Dieses Niveau ist jedoch nicht zufriedenstellend, da sowohl ein größeres Potenzial besteht als auch ein klarer Bedarf, die Ertragskraft zu stärken, um in den kommenden Jahren Investitionen in Wachstum und operative Verbesserungen zu ermöglichen.

Im Rahmen des Transformationsprogramms ReGen beliefen sich strukturelle Anpassungen, Wertminderungen und realisierte Restrukturierungskosten auf –69,7 Mio. Euro. Das EBT lag bei –25,7 Mio. Euro, das EAT bei –47 Mio. Euro. Die Konzernverschuldung wurde deutlich reduziert, und das Umlaufvermögen verbesserte sich um 133,8 MioEuro.

Das Ergebnis dieses Jahres zeigt, dass wir das Notwendige getan haben, um aufzuräumen und eine Genossenschaft zu formen, die künftig Wert für unsere landwirtschaftlichen Eigentümer schafft.

„Wir packen die Dinge konsequent an und setzen die erforderlichen Maßnahmen um, einschließlich Wertminderungen bei Vermögenswerten, die künftig keinen Beitrag zur Wertschöpfung leisten. Gleichzeitig haben wir eine historische Transformation eingeleitet. Wir haben wieder die Kontrolle über unsere eigene Entwicklung übernommen und starten daher mit einer deutlich stärkeren Position als vor einem Jahr in das Jahr 2026“, sagt Peter Giørtz-Carlsen und fährt fort:

Ich sage ganz klar, dass es selbstverständlich nicht zufriedenstellend ist, unseren Genossenschaftsmitgliedern keine Gewinnbeteiligung auszuschütten. Das Ergebnis entspricht nicht unseren Ansprüchen und unserem Potenzial. Wir müssen uns die Loyalität unserer Mitglieder verdienen – und genau deshalb arbeiten wir entschlossen daran, die DLG-Gruppe zu stärken, damit wir in zukünftiges Wachstum und Effizienz investieren können und eine Genossenschaft bleiben, die auch künftig Wert für ihre Eigentümer schafft.“

Transformationsprogramm liegt vor dem Zeitplan

Kurz vor dem Sommer startete die DLGGruppe das auf drei Jahre angelegte Transformationsprogramm ReGen, das umfassendste in der Geschichte der Gruppe und spartenübergreifend angelegt. Ziel ist es, bis Ende 2027 Brutto-EBITDA-Verbesserungen von 134 Mio. Euro zu erzielen, von denen 80 Mio. Euro reinvestiert werden, um die Transformation zu ermöglichen und nachhaltig zu sichern.

Die Kombination aus einer verbesserten Ergebnislage um 134 MioEuro nach vollständiger Umsetzung des Programms und deutlichen Verbesserungen im Working Capital wird die Investitionsfähigkeit der DLG-Gruppe erheblich steigern und damit zur Zukunftssicherung und Weiterentwicklung des Konzerns beitragen.

Die ersten sechs Monate des Programms haben den Effekt klar bestätigt, und die Umsetzung liegt vor dem Zeitplan.

ReGen wirkt. Mehr als 40 Prozent des Potenzials befinden sich bereits in der Umsetzung, und alle Geschäftsbereiche leisten einen positiven Beitrag. Was wir bisher sehen, stimmt uns zuversichtlich, dass wir das volle Potenzial bis Ende 2027 umsetzen. Wir haben aufgeräumt, vereinfacht und Abläufe im gesamten Konzern verbessert, um eine wettbewerbsfähigere und modernere DLGGruppe zu schaffen, die in Dänemark und international mehr Wert liefert. Unser Ziel ist es, die Ertragskraft zu steigern und gleichzeitig die Investitionen der Gruppe deutlich zu erhöhen, um die Genossenschaft für die Eigentümer:innen weiter zu stärken. Zudem legen wir künftig mehr Wert auf Fairness gegenüber der genossenschaftlichen Gemeinschaft, wo die Effekte der Verbesserungen besonders spürbar sein sollen“, sagt Peter Giørtz-Carlsen.

Im Rahmen der Transformation wurde eine neue Organisationsstruktur eingeführt, die den Zusammenhalt und die Umsetzungskraft stärkt und es ermöglicht, erhebliche Skaleneffekte und Synergien zu heben.

„Wir sind vom Konglomerat zum agierenden Gesamtunternehmen geworden und sind heute operativ deutlich stärker. Dadurch profitieren wir wesentlich mehr von den Vorteilen, ein großes Unternehmen zu betreiben statt 5–6 kleinere“, so Giørtz-Carlsen.

Ausblick für 2026

Angesichts der Unsicherheiten in der Welt und der allgemeinen Marktbedingungen erwartet die DLGGruppe für 2026 kein Jahr starken Umsatzwachstums. Stattdessen liegt der Fokus klar darauf, durch konsequentes Kostenmanagement und Verbesserungen aus dem Transformationsprogramm einen deutlichen Schritt bei operativem Ergebnis und Nettoergebnis zu erreichen.

Investitionen erfolgen in Bereichen wie Kosteneffizienz, Lösungen zur Unterstützung unserer Kund:innen sowie ein stärkeres Handels-Setup, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Gleichzeitig führen strukturelle Entwicklungen in der Landwirtschaft und weitere regulatorische Verschärfungen zu erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Rohstoffbasis – und damit auch für unsere Eigentümer:innen. Dies beobachten wir sehr genau.

„Wir erwarten in diesem Jahr keine deutliche Erholung der Märkte, und unsere Ergebnisse werden daher von den Veränderungen abhängen, die wir selbst schaffen. Wir werden unsere Transformation weiter konsequent umsetzen, den Fokus klar auf die Kosten legen und gleichzeitig unsere kommerziellen Fähigkeiten stärken, um unsere Marktposition auszubauen. Wir sind hier, um zu gewinnen. Im Jahr 2026 werden wir die ersten Anzeichen einer zurückkehrenden Wettbewerbsfähigkeit sehen, und wir erwarten ein gutes Ergebnis“, sagt Peter Giørtz-Carlsen.